Write me a letter

A couple of weeks ago a friend of mine approached me. She runs a blog with a friend talking about life and love. To spice things up a little bit they asked friends from all around the world to send them digital letters. Here is my contribution (sorry, it’s in German – do not even try to use Google Translate, I promise it doesn’t work.)

“Hallo ihr Zwei,

In meinem Brief an euch habe ich beschlossen, euch einen kleinen Einblick in das alltägliche Leben in London zu geben.

London war immer die Stadt meiner Träume. Als ich vor 2,5 Jahren hier ankam begann ich als gleich die Stadt zu erkunden. Rückblickend hat es gut neun Monate gedauert, bis ich zu einer echten ‘Londonerin’ geworden bin. Neun Monate irrte ich als Tourist in der Stadt in der ich lebe umher. Nach unzähligen Besuchen in den Museen, auf den Märkten und im Theater gibt es, nach so langer Zeit, immer noch Dinge, die ich nicht gesehen habe. Ich hab mir vorgenommen meine Zeit in London nie als verständlich zu betrachten. Ich will jeden Tag genießen als ob es mein letzter hier wäre. Ich will jeden Tag nutzen um etwas Neues zu sehen und ich will die tägliche Fahrt mit dem Bus oder der Tube nicht als notwendiges Übel ansehen.

Wie viele Menschen träumen davon in einem roten double decker bus in die Arbeit zu fahren? Für wie viele ist die Tube ein unerklärliches Rätsel? Immer noch komme ich in der Woche ein oder zwei Mal am Big Ben vorbei und immer noch schaue ich gerne hin. (Hin und wieder ertappe ich mich auch dabei, ein Foto zu knipsen. Gerade so, also ob die 100 Aufnahmen die auf meinem Computer vor sich dahin modern nicht schon genug wären. Wenn er aber doch so schön ist…)

Ich sage immer, London ist eine Stadt, die einen auffrißt. Wenn man es schafft, sich von ihrem klebrigen Schleim loszulösen fällt es einem doch schwer sie auch nur für einen Tag zu verlassen. Es ist fast, als ob die Welt außerhalb Londons nicht existieren würde. Die Fahrt nach Heathrow fühlt sich noch immer etwas mulmig an und der Gedanke, dass man ein return-ticket in Händen hält beruhigt ungemein. Selbst ein Tagesausflug ins nahe Oxford wirkt wie eine Weltreise. Der Grund ist nicht, die Zeit, die man im Bus dahin verbringt. Oft sind Fahrten innerhalb Londons länger. Es ist bloß, als ob man etwas verpassen würde, wenn man nicht in London ist… Es ist, als ob es kein Morgen ohne London gäbe und jedes Mal, wenn ich mir vorstelle, dass mein Aufenthalt hier ein Ablaufdatum hat, jagt es mir einen Schauer über den Rücken.

London mag wohl für die Ewigkeit gemacht sein, jedoch sind es die Menschen, die es immer von neuem in Scharren in die Stadt verschlägt um ihr Glück zu suchen, die sich verändern.

Liebe auf Zeit, denn London liebt einen nicht zurück. Ganz plötzlich versteht man die sozialen Probleme, die in der Stadt herrschen.

Wenn man dann wieder am Big Ben vorbei kommt muss man schmunzeln wie gut man es eigentlich hat diese Stadt für mehr als nur einen Moment kennen gelernt zu haben.”

Check out their blog and my story on their blog, too.

– Catherine

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